Was ist mein Ansatz der Agroökologie ?
Die Förderung des Lebendigen, die Wiederbelebung des Bodens - das ist das Kernanliegen der Agrarökologie. Wie das Schema unten verdeutlicht, besteht das Ziel darin, die Widerstandsfähigkeit des Systems durch sechs Handlungshebel zu fördern. Wenn der Boden gesund und lebendig ist, kann er die Pflanzen, die auf ihm wachsen, gesund ernähren und ihnen ermöglichen, sich besser gegen Krankheiten zu wehren.
Der Weinbau der letzten fünfzig Jahre, der auf Pflug und chemischen Eingriffen beruhte, hat den Anteil an organischer Substanz in den Böden drastisch verringert. Heute ist es unerlässlich, diese Basis an organischer Substanz, die für die Fruchtbarkeit, die Ernährung von Pflanzen und Mikroorganismen sowie für die strukturelle Stabilität des Bodens und seine Porosität notwendig ist, wieder herzustellen. Wir müssen den Boden also ernähren. Dazu haben wir in unseren Weinbergen èber die Jahre hinweg mehrere hundert Tonnen an Frischholzschnipsel (BRF) ausgebracht, um die Energie zu liefern, die für die Entwicklung von Bodenleben notwendig ist. Diese Zufuhr von organischer Substanz in den Boden ermöglicht es auch, Kohlenstoff zu speichern und so zur Reduzierung des atmosphärischen Kohlendioxids beizutragen. Die nach der Weinlese ausgesäten Gründünger fangen atmosphärischen Stickstoff ein und stellen ihn den Lebewesen zur Verfügung. Im Gegensatz zu Mineraldünger und chemischer Düngung, die Böden und Wasser belasten, tragen diese Methoden zur Komplexbildung des Humussystems bei und bekämpfen die Erosion.